recht-obsolet.de - über Jugendamt, Schule & Justiz

Kinder werden zu Tätern gemacht

Kinder werden zu Tätern gemacht
Heute haben wir einen älteren Artikel unter dem Titel „Kinder werden zu Tätern gemacht“ aus unserem Archiv ausgegraben, den wir am 15.06. 2015 erstmals publiziert haben. Es geht um massive sexuelle Gewalt unter Kinder in einer Kindertagesstätte der katholischen Kirchengemeinde Mariä Himmelfahrt in Mainz-Weisenau. In diesem Kindergarten sollen fast alle (!) Kinder sexuell missbraucht worden sein – nicht von Erzieherinnen und Erziehern, sondern von Kindergartenkindern. Die Rede war auch von „sadistischen Noten„.

Wenn bereits in Kindergärten es zu derartigen Übergriffen kommt, stellt sich die Frage nach dem Warum. Doch diese Frage lässt sich vielleicht ganz einfach beantworten. Denn seit einiger Zeit haben die Bundeszentrale gesundheitlicher Aufklärung und ProFamilia ein mehr als nur fragwürdiges Programm für „frühkindliche Aufklärung“ in Kindergärten etabliert, von dem die allermeisten Eltern überhaupt nichts wissen. Am Ende des Artikels gehen wir konkret auf Inhalte dieses Programms ein.

Tatort Kindergarten: Kinder werden zu Tätern gemacht

Von einer Gesellschaft, die Pädagogen, Erzieher und Politiker nicht in ihre Schranken verweist. Durch „frühkindliche Sexualaufklärung“ im Kindergarten. Lesen Sie diesen Beitrag unbedingt bis zum Ende – auch, wenn Ihre Zeit kostbar ist. Danach werden Sie „Pädagogik“, wie sie heute an unseren Kindern begangen wird, vollkommen anders sehen!

Hinweis: Als wir diesen Artikel im Jahre 2015 schrieben, war unter der URL https://youtu.be/-GDcp5d4PMQ ein Video aus einem Kindergarten zu sehen, in dem es um „frühkindliche Sexualerziehung“ ging. Auf den Inhalt des inzwischen gelöschten Videos gehen wir nachfolgend näher ein.

Es ist vollkommen egal, ob bei dieser Art der „Aufklärung“ religiöse Hintergründe dafür verantwortlich waren. Diese Form der „sexuellen Früherziehung“ in Kindergärten hat nichts mit Aufklärung zu tun und entspringt gewiss keiner kindlichen Neugier oder Phantasie.

Kinder werden zu Tätern gemacht

Das Video zeigte bekleidete Kinder in andeutenden Handlungen, die mitnichten altersgerecht und keinesfalls aufklärend sind. Jungs (im Video die Akteure) wurde vermittelt, dass solche Handlungen „cool“ sind, Mädchen (werden „behandelt“) wird vermittelt, dass solche Handlungen normal sind. Es ist „normal“, als Mädchen und als Frau auf diese Weise von Jungs und Männern behandelt zu werden. Hier werden „coole Macker“ herangezogen, die niemals Frauen mit Respekt begegnen. Womöglich werden Vergewaltiger herangezogen.

Was richtet das bei den Kindern an? Was wird aus diesen Kindern?

Sollte ein Leser unseren Beitrag kritisch gegenüberstehen und argumentieren, dass dies ein „Einzelfall“ sei, so verweisen wir auf den Tatort Mainz. Denn dort haben sich Folgen dieser fragwürdigen Form der „sexuellen Früherziehung“ ereignet.

Tatort Mainz: Kinder werden zu Tätern gemacht

In einer katholischen Kindertagesstätte (Katholischer Kindergarten Maria Königin) im Stadtteil Mainz-Weisenau haben Kindergartenkinder (sic!) andere Kinder missbraucht, erpresst, körperlich verletzt, sogar mit Mord gedroht. Das Bistum Mainz hatte nach dem Bekanntwerden im Juni 2015 die Kita geschlossen. Die Mainzer Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen auf.

Die Katholische Kirche ist in Sachen sexuellem Missbrauch nicht unbescholten. Zwar „arbeitet“ selbige seit zig Jahren dieses alte Thema auf, jedoch finden Missbräuche seitens katholischer „Würdenträger“ auch heute noch statt.

Dass nun nicht mehr „nur“ Erwachsene Kirchenangestellte sich an Kindern vergehen, sondern Kinder die Täter sind, ist neu. Zumindest, was dieses Ausmaß anbelangt. Die Täter waren Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren!

Auch in Kinderheimen sind derartige Handlungen bereits unter kleinen Kindern im Kindergarten- und Vorschulalter üblich, werden jedoch unter den Tisch gekehrt. Das Schicksal der Heimkinder interessiert in diesem Land niemand.

Jetzt sind Kinder aus „besseren Verhältnissen“ betroffen. Kinder aus gutbürgerlichem Elternhaus, da muss gehandelt und der Skandal öffentlich eingeräumt werden.

Die Kindertagesstätte der katholischen Kirchengemeinde Mariä Himmelfahrt in Mainz-Weisenau wurde geschlossen; das Personal entlassen. Die Mainzer AZ berichtete.

„Mehr als 90 Prozent der Kinder seien in der Weise betroffen, „dass sie körperliche Verletzungen hatten und ihr Verhalten auf seelische Belastung hinweist.“

Online-Magazin Die Welt hierzu:

„Die Mainzer Kindertagesstätte Maria Königin hat nach einem massiven Missbrauchsvorfall geschlossen. Fast alle der 55 Kleinkinder sollen bedroht, geschlagen und sexuell missbraucht worden sein – von anderen Kindern“

Die Rede war von Übergriffen mit „sadistischer Note“; die Katholische Kirche sprach von „Perversitäten sexueller Gewalt“. Die Täter, im Alter von 3 bis 6 Jahren, sollen sich über Monate hinweg tagtäglich an ihren Kindergarten-Kollegen vergangen haben. Fast an allen! Ein ganzer Kindergarten missbraucht, misshandelt.

Wo waren die Erzieher? Wie konnte pädagogisch geschultes Personal SO ETWAS nicht mitbekommen? Zur Erinnerung: Es handelte sich nicht um EIN Vergehen. Sondern systematischen Perversitäten und sadistischen Handlungen, von denen fast alle Kinder der Kita betroffen gewesen sein sollen.

Die Mainzer Staatsanwaltschaft ermittelte nicht zum Verdacht auf Missbrauch durch Erzieherinnen bzw. Erzieher, sondern zum Verdacht der unterlassenen Hilfeleistung durch das Kindergartenpersonal.

Dazu schrieb Welt:

„Sechs Frauen, darunter die Leiterin, und ein Erzieher sind betroffen, sie haben sich noch nicht geäußert. Aber glaubt man dem Mainzer Generalvikar Prälat Dietmar Giebelmann, haben sie auch keine große Betroffenheit gezeigt. Es habe weder eine Erklärung gegeben, wie es dazu kommen konnte, noch eine Entschuldigung.“

Sollte es tatsächlich möglich möglich gewesen sein, von diesen Vorgängen nichts mitbekommen zu haben? Gar nichts? Oder muss man gezwungenermaßen darüber nachdenken, ob dieser Missbrauch in solchem Umfang gar mit Zustimmung des Personals stattfand? Hat man weggeschaut? Absichtlich? Von einer Verletzung der Fürsorgepflicht konnte hier einfach keine Rede mehr sein!

Anmerkung: Die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen das Kindergartenpersonal wegen möglicher Verletzung der Aufsichtspflicht wurden eingestellt. Im juristischen Sinne hätten sich die Erzieher nicht strafbar gemacht, wie dieser Artikel in der Welt vom 24.11.2015 erklärt. Dennoch wären die sadistischen und missbrauchenden Vorfälle nicht von der Hand zu weisen. Sie fanden nicht durch das Kindergartenpersonal statt, sondern durch Kindergartenkinder. Die Gründe für diese Geschehnisse könnten im Zusammenhang mit dem Programm für „frühkindliche Aufklärung“ in Kindergarten liegen.

Kinder werden zu Tätern gemacht – wie ist DAS möglich?

Die Gesellschaft degeneriert sich selbst. Im TV sorgen diverse Sendeformate dafür, die Hemmschwellen zu senken. Assi-TV, wie man es nennen kann. Teenager poppen zur besten Sendezeit. Titulieren sich mit „Aaalder“ und „Bitch“. Teeniemütter werden durch Daily-TV zur gesellschaftlichen Normalität. Kiffen wird alltagstauglich und von Alkopops reden wir in 2015 schon gar nicht mehr.

In Sachen Bildung setzen die Schulen jetzt auf innovativen Unterrichtsstoff:

  • Kinder zeigen ihre „Lieblingsstellungen“
  • Kinder planen Puffs
  • Kinder lernen in der Schule erotische Massagen

Sie meinen, wir schreiben Schwachsinn? Nein! Lesen Sie selbst:

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/experten-warnen-vor-zu-frueher-aufklaerung-von-kindern-13203307.html

Schmaler Grat zwischen Aufklärung, Missbrauch & Verderben

Kinder müssen aufgeklärt werden. Zu ihrem eigenen Schutz. Zum Schutz vor übertragbaren Krankheiten. Zum Schutz vor ungewollter Schwangerschaft. Zum Schutz ihrer Seele. Kinder sollen behütet und in Liebe aufwachsen, um zu gesunden Erwachsenen heranzureifen. Dazu gehört altersgerechte Aufklärung, in deren Verantwortung Erwachsene stehen.

Die neuen Medien tragen gewiss dazu bei, dass Kinder heute früher, viel früher an das Thema Sexualität herangeführt werden. Dies stellt die Gesellschaft vor Probleme. Kinder können nicht in Watte gepackt werden, um ewig von diesem Thema isoliert zu bleiben.

Doch wie geht man adäquat um? Möglichst früh aufklären? Ja, vielleicht. Kindgerecht. Kindern jedoch schon im Kindergartenalter in der Form „aufzuklären“, dass dem mehr einer Anleitung, gar einer Aufforderung gleich kommt, sexuell aktiv zu werden, ist schlichtweg Perversion höchsten Grades. Die sich mitnichten mit dem Wohl des Kindes vereinbaren lässt.

Fehlgeleitete Sexualpädagogik in Kindergärten

Den meisten Eltern stellen sich die Haare auf, wenn sie erfahren, was in Kindergärten, Kindertagesstätten, Vorschulen, Grundschulen und weiterführenden Schulen unter „Aufklärung“ zu verstehen ist.

Wie weit dabei gegangen wird, zeigt diese Lektüre:

„lieben kuscheln schmusen – HILFEN FÜR DEN UMGANG MIT KINDLICHER SEXUALITÄT“ – von Lothar Kleinschmidt, Beate Martin, Andreas Seibel, verbreitet durch PRO FAMILIE NRW Sexualpädagogische Reihe, ISBN 978-3925169533, entdeckt hier.

Der Ratgeber erschien 1996 in 4. Auflage und wurde in 1999 öffentlich kritisiert. (In den Folgejahren erging es Schriften von der BZgA (Bundeszentrale gesundheitlicher Aufklärung)).

Zurück zum Pro Familia Ratgeber. Zu lesen darin:

  • Kinder erkunden sexuell ihren Körper im Kindergarten
  • Kuschelecken in Kitas für sexuelle Handlungen
  • Kindergartenspiele, bei denen sich Kinder ausziehen
  • Kindergartenspiele, die derbes Vokabular vermitteln
  • Kindergartenspiele mit Anfassen, Lecken, Riechen
  • Tampons & Kondome dienen in Kindergärten als Spielmaterial (S. 97)
  • Kinder beweisen in der Kindergartengruppe ihren Kollegen, wie sie im Stehen pinkeln können (S. 102)

Sind Sie Vater, Mutter, Opa, Oma, Onkel oder Tante, nehmen Sie sich die Zeit, DIESES Machwerk zu lesen. Dann verstehen Sie, was wir mit der Überschrift meinen:

Kinder werden zu Tätern gemacht

Sie werden verstehen, dass die Übergriffe im Mainzer Kindergarten keine „Einzelfälle“ sind. Die komplette „Broschüre“, aus der wir nachfolgend zitieren, können Sie hier einsehen: http://www.babykaust.de/09/profa/n-profa/lieben/lieben-kuscheln-schmusen.pdf

Hat frühkindliche Aufklärung in Kindergärten die Vorfälle begünstigt?

Nachfolgend gehen wir auf einige Auszüge der Broschüre ein, welche Erzieherinnen und Erziehern in Kindergärten konkrete Anleitungen zur „frühkindlichen Aufklärung“ an die Hand reicht.

Kapitel: „Bedingungen für eine sexualfreundliche Erziehungspraxis im Kindergarten“ (Seite 51)

Frühkindliche Sexualerziehung soll bereits im Kindergarten beginnen

Demnach ist es also vollkommen „normal“, dass Kinder sich im Kindergarten sexuell befassen. Ist dies als Freibrief für die Mainzer Erzieher des Katholischen Kindergartens Maria Königin – oder generell für Kindergärten in Deutschland – zu verstehen? In diesem Sinne: „Das gehört zum pädagogischen Konzept!“???

Zärtlichkeitsspiele in Kitas – Zitat Seite 58, Raumgestaltung

„Denn Kinder brauchen Platz auch für ungestörte Rollen- und Zärtlichkeitsspiele, sie brauchen Rückzugsmöglichkeiten, um sich dem ErzieherInnenauge zeitweise entziehen zu können.“

Kommentar einer Mutter:

„Ich erinnere mich, dass mir als Mutter erklärt wurde, die Schlafecke im Kindergarten (damals in NRW) sei dafür vorgesehen, dass sich Kinder dort ausruhen könnten, wenn sie müde seien! Heute ahne ich, was sich im Kindergarten zugetragen haben könnte, wenn alle Mütter um 9 Uhr der Tür verwiesen wurden. Mir ist vollkommen bewusst, dass Kinder ihren Körper entdecken. Aber bitte in einem geschützten, privaten Rahmen.“

Förderndes Spielangebot für lustvolle Doktorspiele im Kindergarten, Seite 59

Kinder sollen im Kindergarten zu Doktorspielen animiert werden

Aufklärung wissenschaftlicher Art ist das nicht. Es geht nicht darum, Kindern Körper und Sexualität zu erklären, sondern Kinder werden durch Pädagogen und Erzieher animiert, sexuelle Handlungen vorzunehmen.

Ob Eltern damit einverstanden sind, spielt offensichtlich keine Rolle. So heißt es weiter:

Aufklärung ist nicht ausschließlich Sache der Familie, Seite 61

Elternrecht beschnitten: Auch wenn Eltern keine Aufklärung im Kindergarten wünschen, ist sie zu machen

Ja, Kinder stellen Fragen. Dann, wenn sie gerade nach Antworten suchen. Das kann im Kindergarten sein. Dann sollten Erzieherinnen und Erzieher darauf kindgerechte Antworten finden.

Der Gesetzgeber spricht von „Grundwissen“, zu dem im Kindergartenalter sicher nicht „Lieblingsstellungen“ und die unternehmerische Planung eines „Puffs“ zählen.

Kindergartenspiel „Und was hast du?“ – Seite 76:

Kindergartenspiel "Und was hast du?"

Kindergartenspiel „Geschlechtsteile der Eltern malen“ – Seite 79:

Wenn kleine Kinder im Kindergarten Bilder mit Geschlechtsteilen malen, ist dies regelmäßig ein Grund, das Jugendamt einzuschalten, Kinder aus dem Kindergarten in Obhut zu nehmen und Eltern sexuellen Missbrauch zu unterstellen.

In der Broschüre gibt es auf Seite 79 eine Spielanleitung für Kindergärten:

„Papa-Mama-Bilder: Die Kinder malen in die Körperumrisse die Geschlechtsteile und Körperregionen der Eltern. Dann kann vergleichen werden: mit einem selbst, mit der Tante, dem Opa usw.“

Kindergartenspiele: Kinder sollen Geschlechtsteile der Eltern malen

Kinder sollen sich ihre nackten Körper bemalen – Seite 82:

Auch diese „Spielidee“ für Kindergärten hat es in sich. Darin wird aufgefordert, dass sich die Kindergartenkinder ihre entkleideten Körper bemalen, sich selbst oder gegenseitig anfassen und gemeinsam duschen. Von den Kindern sollen Fotos gemacht werden.

Partnerspiel Kindergarten: Kinder sollen sich im Kindergarten gegenseitig die nackten Körper bemalen.

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert