Keine Meldung beim Jugendamt bleibt folgenlos!
Unterschätzen Sie als betroffene Eltern nicht die Auswirkungen, die einmalige oder wiederholte Hausbesuche, Beschuldigungen gegen Sie und die Überprüfung der Familie auf Eltern und Kinder haben.
Eltern, die grundlos mit Vorwürfen wie Vernachlässigung, Misshandlung, Missbrauch usw. beschuldigt werden, verlieren ihr Selbstbewusstsein, trauen sich unter Umständen nicht mehr, ihre Kinder so zu erziehen wie zuvor.
Dadurch wächst beispielsweise die Gefahr, dass sich aus Angst vor dem Jugendamt ein weniger konsequenter Erziehungsstil einschleicht.
Folgen für verunsicherte Eltern & Kinder
Bemerken Kinder, dass Mutter und Vater vom Jugendamt eingeschüchtert wurden, Angst haben, weiterhin konsequent zu erziehen, nutzen Kinder durchaus diese veränderte Situation, um sich Vorteile zu verschaffen.
- Wo früher ein klares Nein folgte, wenn das Kind noch mehr Schokolade wollte, nachdem es schon welche bekommen hatte, wird jetzt trotz des Neins weitere Schokolade gefordert.
- Gab es klare Regeln, wann das Kind bzw. der Jugendliche zu einer fest vereinbarten Zeit zuhause sein sollte, hält sich das Kind bzw. der Jugendliche nun nicht mehr an die Regeln.
- War das Erledigen der Hausaufgaben bislang eine feste Regelung in der Alltagsstruktur, verweigert das Kind oder der Jugendliche jetzt auf einmal, seine Hausaufgaben zuverlässig zu erledigen.
Dies sind nur einige Beispiele, wie sich Verunsicherung der Eltern auswirken kann, wenn Mutter und Vater aus Angst vor dem Jugendamt keine Konsequenzen mehr so umsetzen, wie es vorher im Familienalltag üblich war.
Erziehung kann entgleiten
Grundlos beschuldigte Eltern erleben durch den Jugendamtseingriff eine Traumatisierung, welche erhebliche Verunsicherung in der Erziehung nach sich ziehen kann. Diese bleibt von den Kindern und Teenagern nicht unbemerkt.
Steter Tropfen höhlt den Stein – auch in der Erziehung
Umso häufiger das Jugendamt wegen einer anonymen Falschmeldung in die Familie einrückt, desto fataler sind die Folgen für die Familie. Es kommt zu einer massiven Störung des Familiengefüges – da sind Verunsicherung der Eltern und Probleme in der Erziehung vorprogrammiert.
Insbesondere ältere Kinder und Teenager kommen zur Erkenntnis:
Ihr habt mir gar nichts zu sagen.
Mit dem Ergebnis, dass die Kinder glauben, machen zu können, was sie wollen. Dann sind das Abdriften in den falschen Freundeskreis, der Griff zu Alkohol und Drogen sowie Schule schwänzen häufige Folgen.
Betroffene Eltern müssen sich wehren
Wenn man durch anonyme Meldungen beim Jugendamt terrorisiert wird, muss man handeln und sich wehren, um die eigene Familie zu schützen. Am besten funktioniert dies, indem man sich schnellstmöglich an einen erfahrenen Anwalt für Familienrecht wendet und sich sofort ausführlich mit der Thematik auseinandersetzt.
Stimmen Sie als betroffene Familie keinesfalls irgendwelchen Maßnahmen wie etwa Schweigepflichtsentbindungen, Therapie oder Familiengutachten zu, in der Hoffnung, dass damit die Wogen geglättet und weitere Eingriffe in die Familie vermieden werden können. Lesen Sie dazu unseren Artikel Gutachter kriminell, dann werden Sie wissen, warum eine Kooperation mit dem Jugendamt nach denunziativer anonymer Meldung keine gute Idee sind.